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Gegendarstellung des VfR Aalen zum Artikel "Chaos bei VfR Aalen-Jugend" im Südfinder vom 16.11.2016

Der VfR Aalen nimmt wie folgt Stellung zum Artikel "Chaos bei VfR Aalen-Jugend" im Südfinder vom 16.11.2016:

Der im Artikel "Simon" genannte Spieler hat Mitte der Runde 2015/2016 seinen damaligen Verein verlassen, um sich am 04.12.2015 dem rund 80 km entfernten Verein VfR Aalen anzuschließen. Es war der Wunsch von Simon und seinen Eltern, die Strecke auf sich zu nehmen, diesem Wechselwunsch ist der VfR Aalen nachgekommen. Der VfR ist der fünfte Verein in der Laufbahn des 12-Jährigen.

Simon und seine Eltern waren mit Trainern und Training zufrieden, es gab keinerlei Beschwerden über organisatorische Dinge. Dies änderte sich jedoch mit dem Spiel seiner Mannschaft am 22.10.2016 gegen den FV Ravensburg. Simon durfte nicht von Beginn an spielen, als er sich zur Einwechslung bereit machen sollte, zog er den Kragen seines Trainingsoberteils über das Kinn und nahm eine abwehrende Haltung ein. Der Trainer teilte ihm daraufhin mit: "Du musst nicht spielen, wenn Du nicht willst." Er entschied sich daraufhin, einen anderen Spieler einzuwechseln. Der Verein unterstützt ausdrücklich die Entscheidung des Trainers in dieser Situation. Simons Vater suchte nach dem Spiel das Gespräch und teilte dem Trainer mit, dass die Einsatzzeiten nicht im Verhältnis zur Wegstrecke stehen würden. Es sollte selbstverständlich sein, dass die Entfernung des Wohnorts keinerlei Auswirkungen auf sportliche Entscheidungen hat.

Die Eltern von Simon forderten nun ein Gespräch mit Geschäftsführung und Jugendleitung, Vater und Mutter kontaktierten im Wechsel die drei Ansprechpartner im Verein telefonisch und per Mail. Für einen persönlichen Gesprächstermin kämen aber nur die Trainingstage von Simon in Betracht und auch nur im Zeitfenster der Trainingszeiten. Obwohl die Familie "mehrere hundert Kilometer Fahrt in der Woche" (Zitat Südfinder) für das Training auf sich nimmt, ist es ihr für das mit Nachdruck eingeforderte Gespräch nicht möglich, den Weg in Kauf zu nehmen. Simon absolviert montags auf Grund der weiten Anfahrt seit Saisonbeginn ein eigenes Einzeltraining, meldete sich im Anschluss an das Ravensburg-Spiel für einen weiteren Trainingstag ab (Schule) und fehlte daraufhin krankheitsbedingt die gesamte nächste Trainingswoche. Natürlich wurde er im Anschluss nicht für das Spiel am Wochenende nominiert. Auch ein Gespräch mit den Eltern war somit terminlich nicht möglich, wurde zwei Mal abgesagt. Es wurde somit ein erneuter Termin für Mittwoch den, 16.11.2016, vorgeschlagen. Bevor dieser stattfinden sollte, kontaktierten Simons Eltern bereits den DFB, WFV sowie örtliche Pressevertreter. Laut Satzung des VfR Aalen sind seine Mitglieder verpflichtet, "das Ansehen des Vereins zu wahren". Der Verein teilte Simons Eltern mit, dass aufgrund ihres Verhaltens keine Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit besteht. Simons Mutter nahm das Angebot einer Freigabe für einen Wechsel zu einem anderen Verein an. Den übrigen Eltern der U13-Spieler teilten Simons Eltern mit, dass sie sich für einen Wechsel entschieden haben.
 
Der VfR Aalen ist der Ansicht, dass in diesem Falle auf Kosten des Rufs und der Privatsphäre eines Jugendtrainers sowie zu Lasten des Images eines Fußball-Drittligisten durch dessen Aufmerksamkeitswirkung ein Blickfang für die Titelseite geschaffen wurde.  Der Schaden für den nebenberuflichen Jugendtrainer wurde hierbei billigend in Kauf genommen.

Bereits im Artikel ist erwähnt: "In einer Mannschaft gibt es immer wieder einen Spieler, der unzufrieden ist. Das ist im Amateurfußball nicht anders als in der Bundesliga". Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine D-Jugend-Mannschaft mit 12-jährigen Spielern und einem nebenberuflichen Trainer. Warum diese Geschichte es dann auf die Titelseite des entsprechenden Druckmediums schafft – nachdem dieses den Vorgang selbst als häufig und üblich deklariert – erschließt sich dem Verein nicht.
Es "zeigt, mit welchen harten Bandagen bereits im Jugendfußball gekämpft wird" (Zitat Südfinder), wenn bei zu geringer Spielzeit von den Eltern die Jugendleitung, die Geschäftsleitung, der Landesverband, der Deutsche Fußball-Bund, sowie die örtliche Presse kontaktiert wird. Vorliegend wurde die Anonymität der Eltern gewahrt (aus Rücksicht auf das Kind sind auch wir dazu bereit), während der Jugendtrainer in die Öffentlichkeit gezerrt wird und privat wie beruflich geschädigt wird. Dem Verein liegen keine Informationen von mehreren Eltern vor, auch der Südfinder berichtet in seiner Ausgabe nur über "Simon", verwendet jedoch einleitend den Plural "mehrere Eltern".

Auf dieser Grundlage die Verallgemeinerung "Chaos bei VfR Aalen-Jugend" als Überschrift zu wählen, erachten wir als unseriös.
Der VfR Aalen hat sich im Artikel nicht offiziell zum Vorgang geäußert, da er keine öffentlichen Diskussionen über die Einsatzzeiten seiner Nachwuchsspieler führt und keine Plattform für Angriffe auf seine Jugendtrainer bieten möchte. Die Redakteurin wurde jedoch vorab in einem 25-minütigen Telefonat von der Geschäftsführung über die Hintergründe aufgeklärt.

Der VfR Aalen verurteilt den Artikel scharf und bringt abschließend zum Ausdruck, dass er Nachwuchstrainer Jens Christ (Diplom-Sportwissenschaftler und Inhaber der DFB-Elite-Jugend-Lizenz) – ebenso wie alle Eltern der übrigen U13-Spieler - das volle Vertrauen ausspricht und sich auf die weitere gemeinsame Zusammenarbeit freut.


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