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Ein furioser Abend unter Flutlicht

Die VfR-Profis ließen sich nach dem 4:1 in Halle von den mitgereisten Fans feiern.

Der VfR Aalen bleibt in der 3. Liga die Mannschaft der Stunde: Beim Halleschen FC, der bis dato erst eine Heimniederlage hinnehmen musste, brannten die Vollmann-Schützlinge ein Torfeuerwerk ab und setzten sich mit 4:1 durch.

Erwartungsgemäß ohne Mika Ojala (Aufbautraining) und Sebastian Vasiliadis (Knie) gingen die Aalener die Aufgabe beim heimstarken Halleschen FC an. Thorsten Schulz rückte auf die Position im rechten Mittelfeld.

Die Platzherren begannen etwas druckvoller, hatten mehr Ballbesitz. In der 15. Minute jubelte der HFC-Anhang bereits, doch Pintol stand beim Schuss im Abseits, der Treffer zählte nicht. Kurz darauf die erste dicke Chance für die Gäste, Morys scheiterte aus spitzem Winkel an Bredlow. Auf der Gegenseite hatte Röser die Führung auf dem Fuß, sein Schuss aus guter Position flog aber einen halben Meter am Pfosten vorbei. 

Riesenjubel im Lager des VfR in der 22. Minute: Nach einem Pressschlag enteilte Morys seinem Gegenspieler und ließ Fabian Bredlow im Tor keine Chance. Doch damit nicht genug: 14 Minuten später schlug Aalens Torjäger zum achten Mal in dieser Saison zu. Staneses Schuss wurde so gefährlich abgefälscht, dass Halles Keeper mit einer Hand parieren musste. Erneut war Morys zur Stelle - 2:0 für die Schwarz-Weißen. Nicht wenige im Stadion rieben sich zur Pause kräftig die Augen. 

Die rund 50 mitgereisten Anhänger durften nach Wiederbeginn gleich nochmal jubeln: Der VfR spielte einen Konter klasse aus, im Zentrum musste Welzmüller nur noch den Fuß hinhalten. Halle reklamierte eine Abseitsstellung, der Schiedsrichter erkannte den Treffer nach Rücksprache mit dem Assistenten aber an. Aalen nach 54 Minuten 3:0 vorne bei jener Mannschaft, die bis dato die beste Defensivabteilung nach Spitzenreiter MSV Duisburg stellte! Doch die Vollmann-Schützlinge hatten noch nicht genug, nutzten die sich bietenden Räume immer wieder zu blitzschnellen Gegenstößen. So auch beim dritten Streich von Matthias Morys, der in der 67. Minute glänzend von Welzmüller in Szene gesetzt wurde und sich erneut keine Blöße gab. Vier zu Null, das musste sich jeder Aalener Fan auf der Zunge zergehen lassen. Trotz der aussichtslosen Situation zeigten die Gastgeber Moral, spielten weiter nach vorne und hatten Pech, dass zwei Schüsse ans Aluminium klatschten. Ajani sorgte in der 89. Minute für das 1:4 - dabei blieb es.

"Für uns war das heute natürlich ein fantastischer Fußballabend", sprach Peter Vollmann seinem Team ein dickes Kompliment aus. Nach dem zweiten Sieg in der "englischen Woche" sprangen die Aalener auf Rang drei der Tabelle und hoffen nun auf eine große Kulisse im Heimspiel am Samstag gegen den FSV Frankfurt.

Hallescher FC: Bredlow - Brügmann, Kleineheismann, Schilk, Baumgärtel, Fennell (62 Lindenhahn), Gjasula, Aydemir (46. Ajani), Pfeffer (46. El-Helwe), Röser, Pintol.

VfR Aalen: Bernhardt - Traut, Müller, Geyer, Menig, Welzmüller (87. Deichmann), Stanese, Schulz, Wegkamp, Preißinger, Morys (81. Hercher).

Tore: 0:1 und 0:2 Morys (22./36,), 0:3 Welzmüller (54.), 0:4 Morys (67.), 1:4 Ajani (89.)

Gelbe Karten: Fennell - Traut

Schiedsrichter: Brütting (Effeltrich)

Zuschauer: 5920

Die Stimmen zum Spiel


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Ergebnis

Hallescher FC
Hallescher FC

1:4

VfR Aalen
VfR Aalen

Aufstellung

Hallescher FC  

Hallescher FC

1 Fabian Bredlow
2 Tobias Schilk
7 Florian Brügmann
13 Stefan Kleineheismann
27 Fabian Baumgärtel
5 Klaus Gjasula (C)
17 Martin Röser
20 Royal-Dominique Fennell
23 Sascha Pfeffer
29 Selim Aydemir
9 Benjamin Pintol
 
Auswechselspieler
24 Oliver Schnitzler
34 Max Rico Barnofsky
6 Toni Lindenhahn
8 Tobias Müller
22 Marvin Ajani
26 Dorian Diring
11 Hilal El-Helwe
 
VfR Aalen  

VfR Aalen

1 Daniel Bernhardt (C)
5 Fabian Menig
16 Thomas Geyer
18 Robert Müller
27 Sascha Traut
6 Rico Preißinger
13 Gerrit Wegkamp
19 Maximilian Welzmüller
21 Thorsten Schulz
25 Daniel Stanese
10 Matthias Morys
 
Auswechselspieler
22 Raif Husic
4 Torge Paetow
7 Philipp Hercher
9 Yannick Deichmann
17 Alexandros Kartalis
11 Martin Toshev
20 Steffen Kienle
 
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