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Hannover-Coach Tayfun Korkut im Gästeinterview

"Wir wollen unserer Favoritenrollen in Aalen gerecht werden", sagt Hannover-Coach Tayfun Korkut vor dem Zweitrundenduell am Dienstagabend.

Seit Januar 2014 ist Tayfun Korkut (40) Cheftrainer beim VfR-Pokalgegner Hannover 96. Der gebürtige Stuttgarter, der in der Landeshauptstadt von Niedersachsen die Nachfolge von Mirko Slomka angetreten hatte, führte die "Roten" in der vergangenen Rückserie aus der Gefahrenzone noch auf den zehnten Tabellenplatz. In dieser Saison sind die 96er nach dem jüngsten 1:0-Auswärtscoup bei Borussia Dortmund als Siebter mit 13 Punkten ebenfalls voll im Soll.

Auch im DFB-Pokal wollen die Hannoveraner, die den Pott 1992 als Zweitligist gewannen (4:3 nach Elfmeterschießen gegen Borussia Mönchengladbach) im Geschäft bleiben und am Dienstag in Aalen in das Achtelfinale einziehen. Vor dem Anpfiff sprachen wir mit Tayfun Korkut, der als Profi unter anderem für die Stuttgarter Kickers, Fenerbahce und Besiktas Istanbul sowie Espanyol Barcelona am Ball war, ehe er die Trainerlaufbahn einschlug und über die Stationen 1899 Hoffenheim (U17), VfB Stuttgart (U19) und türkische A-Nationalmannschaft (Co-Trainer) schließlich in Hannover landete.

Herr Korkut, wie beurteilen Sie Ihren Pokalgegner VfR Aalen?

Korkut: "Die Aalener haben in dieser Saison bereits einige gute Ergebnisse erzielt, auch wenn sie zuletzt unglücklich gegen Union Berlin verloren haben. Der VfR hat bei den Top-Teams Leipzig, Fürth und Karlsruhe gepunktet. Das Team hat eine seiner Stärken sicherlich in der mannschaftlichen Geschlossenheit."

Ihre Mannschaft geht als Favorit in die Partie. Was ist entscheidend, um die Nase vorn zu behalten?

Korkut: "Diese Favoritenrolle nehmen wir an. Auf dem Platz wollen wir sie durch überzeugendes, konzentriertes und leidenschaftliches Auftreten zeigen. Wenn wir nicht nachlässig sind, sollten wir uns durchsetzen. Das ist auch unsere klare Erwartungshaltung."

Lassen Sie vor der Partie Elfmeterschießen trainieren?

Korkut: "Unsere Spieler schießen am Ende eines Trainings häufiger noch Elfmeter und Freistöße - auch vor Bundesligaspielen."

Hannover konnte den DFB-Pokal 1992 als Zweitligist gewinnen. Welchen Stellenwert hat der DFB-Pokal für Sie?

Korkut: "Der Pokal hat immer einen besonderen Stellenwert, allein schon durch die K.O.-Spiele. Wer fünfmal gewinnt, steht im Finale. Das ist für jede Mannschaft attraktiv."

Woran liegt es, dass Ihre Mannschaft in der Liga nach einem guten Start etwas aus dem Tritt gekommen ist?

Korkut: "Zunächst einmal haben wir diesen Trend, den Sie ansprechen, mit unserem 1:0 bei Borussia Dortmund eindrucksvoll gestoppt. Mit unseren bisherigen 13 Punkten können wir gut leben. Grundsätzlich gilt aber, dass sich unsere Mannschaft im Umbruch befindet."

Besonders auswärts lief es bis zum BVB-Spiel nicht nach Wunsch. Gibt es dafür eine Erklärung?

Korkut: "Wir haben bei starken Mainzer gepunktet und jetzt eben in Dortmund gewonnen. So dramatisch sehe ich es mit bislang vier Auswärtszählern nicht. Vermeidbar waren sicherlich die Niederlagen in Paderborn und Stuttgart, wo für uns jeweils mehr drin war."

Wie sehen mittelfristig Ihre Ziele mit 96 aus?

Korkut: "Wir wollen am Ende einen einstelligen Tabellenplatz belegen. In der vergangenen Saison sind wir mit einem starken Schlussspurt Zehnter geworden. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns verbessern können. Dafür arbeitet die Mannschaft, die einen sehr guten Teamgeist hat, richtig hart."

Wie sieht es personell aus? Wen können Sie nicht einsetzen?

Korkut: "Marcelo fehlt wegen seiner Roten Karte beim Erstrundenspiel in Walldorf. Außerdem müssen wir weiterhin die Langzeitverletzten André Hoffmann und Lars Stindl ersetzen. Auch Christian Pander ist noch nicht wieder gesund. Wegen seiner in Dortmund erlittenen Oberschenkelverletzung wird Marius Stankevicius ebenfalls ausfallen." (MSPW)


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