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Ein Sextett sagt Servus

Das komplette Trainerteam sowie Robert Müller, Sebastian Vasiliadis und Junya Suzuki wurden vor dem Heimspiel gegen den KSC verabschiedet (Foto: Eibner).

Das letzte Heimspiel der Saison ist traditionell der Zeitpunkt, Danke zu sagen. So war es auch dieses Mal, denn dem VfR Aalen steht nach der Saison 2017/2018 ein Umbruch bevor. Neben einigen Veränderungen im Spielerkader erhalten die Schwarz-Weißen ein komplett neues Trainerteam. 

Drei Jahre stand Cheftrainer Peter Vollmann beim VfR in der sportlichen Verantwortung. Der Westfale übernahm den Verein nach dem Zweitliga-Abstieg in einer ganz schwierigen Situation, hatte zu Saisonbeginn ganze vier Spieler im Kader. In Windeseile formte er gemeinsam mit dem damaligen Sport-Geschäftsführer Markus Thiele eine konkurrenzfähige Mannschaft mit einer guten Mischung aus erfahrenen Akteuren und Nachwuchstalenten. In einem spannenden Saisonfinale sicherte sich der VfR am drittletzten Spieltag durch einen 3:2-Erfolg gegen den FSV Mainz 05 II den Ligaverbleib. 

Vollmanns zweites Jahr wurde überschattet durch die Einreichung des Insolvenzantrags und den damit verbundenen Abzug von neun Punkten. Aus den 16 Partien nach der Hiobsbotschaft holten die Aalener 26 Punkte und schafften damit zur Überraschung der Konkurrenz souverän den Klassenerhalt – und das trotz des Neun-Punkte-Malus! 

In der Spielzeit 2017/2018 beeindruckten die Aalener mit einer Serie von elf ungeschlagenen Heimspielen in Folge, auf fremdem Platz wiederum blieb die Vollmann-Elf ein halbes Jahr ohne Sieg. Durch individuelle Fehler brachten sich die VfR-Akteure immer wieder selbst um den Lohn der Mühen. Besonders bitter war das Viertelfinal-Aus im DB Regio wfv-Pokal und das damit verbundene Aus aller DFB-Pokal-Träume, die dem Verein eine garantierte Zusatzeinnahme von 115 000 Euro verschafft hätten.

Mitte Januar und damit fair für beide Seiten erklärten die VfR-Verantwortlichen, dass der zum Saisonende auslaufende Vertrag von Peter Vollmann nicht verlängert werden würde. "Peter Vollmann hat den VfR Aalen in einer schwierigen Situation übernommen und in den letzten drei Jahren sehr gute Arbeit geleistet, dafür gebührt ihm unser Dank und Respekt. Dennoch sind Präsidium und Aufsichtsrat zur Überzeugung gelangt, dass nun der richtige Zeitpunkt ist, neue Impulse zu setzen und mit einem neuen Trainer in die Spielzeit 2018/2019 zu gehen“, erklärte damals Präsidiumssprecher Roland Vogt. 

"Wir haben es in den drei Jahren meiner Amtszeit beim VfR geschafft, mit geringen Mitteln und aus sehr schwierigen Situationen heraus in jedem Jahr unser Saisonziel zu erreichen. Für mich war es eine sehr intensive Zeit. Mein Dank gilt den Verantwortlichen, meinem gesamten Trainer- und Betreuerteam, der Mannschaft sowie den VfR-Fans für die Unterstützung auch dann, wenn es für uns mal nicht wie gewünscht lief. Ich wünsche dem VfR für die Zukunft alles Gute", blickt Peter Vollmann zurück. 

Co-Trainer Jan Kilian und Torwartcoach Timo Reus werden den Verein ebenfalls verlassen. Letzterer ist ein echtes VfR-Urgestein, sagt  nach zehn Jahren Servus und möchte fortan mehr Zeit für seine Familie haben. "Der Abschied fällt mir sehr schwer, aber alles im Leben hat seine Zeit“, sagt Reus nicht ohne Wehmut. Veränderungen gibt es auch im Spielerkader. Neben Sebastian Vasiliadis (SC Paderborn 07) und Routinier Robert Müller wird auch Junya Suzuki in der Saison 2018/2019 nicht mehr im Aalener Aufgebot stehen. "Wir bedanken uns recht herzlich bei unseren scheidenden Trainern und Akteuren für ihren Einsatz und die gezeigten Leistungen beim VfR und wünschen für die sportliche und private Zukunft alles Gute," so Sport-Präsidiumsmitglied Hermann Olschewski. 

Wir schließen uns an: Danke für Euren Einsatz und alles Gute für die Zukunft!


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