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SVWW-Coach Rüdiger Rehm im Gastinterview

SVWW-Coach Rüdiger Rehm (Foto: SV Wehen Wiesbaden)

Mit dem SV Wehen Wiesbaden stellt sich am Samtag zum Saisonauftakt der Viertplatzierte der Vorsaison in Aalen vor. Nur ein Punkt lag die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm hinter Relegationsrang drei und dem Karlsruher SC. Und auch diesmal gehören die Wiesbadener wieder zu einem Anwärter auf einen der Spitzenplätze. Bei einer Trainerumfrage wurde der SVWW immerhin fünfmal genannt. Unter Rehm kann Wehen Wiesbaden auf eine recht beachtliche Bilanz zurückblicken. Von 61 Meisterschaftsspielen gewannen die Hessen 35. Neunmal gab es ein Remis, 17 Mal eine Niederlage. Wir sprachen vor dem Start mit Rüdiger Rehm.

Herr Rehm, wie froh sind Sie, dass es jetzt endlich wieder um Punkte geht?

Rehm: "Die Vorbereitung ist für Trainer schon nicht uninteressant. Man kann schließlich ohne Druck einiges probieren. Aber ich gebe zu: Wenn es dann um Punkte geht, das ist schon noch einmal etwas ganz anderes."

Auf welchem Stand sehen Sie Ihre Mannschaft nach der Vorbereitung?

Rehm: "Ich sehe uns auf einem guten Weg. Von acht Vorbereitungsspielen haben wir sieben gewonnen. Mit dem 2:6 gegen Eintracht Frankfurt war ich nicht so einverstanden. In der letzten halben Stunde haben wir vier Gegentreffer kassiert. Dass die Eintracht zur Pause fast komplett gewechselt und damit körperliche Vorteile hatte, kann nicht nur als Ausrede zählen. Wir haben in den letzten Tagen speziell an Frische und Spritzigkeit gearbeitet. Wo wir allerdings genau stehen, können wir wohl erst nach dem Aalen-Spiel sagen."

Wie haben sich die Neuzugänge menschlich wie sportlich integriert?

Rehm: "Innerhalb der Mannschaft herrscht eine sehr gute Stimmung. Das hat man nicht zuletzt während des Trainingslagers gemerkt. Auch fußballerisch haben sich die Neuen schon recht gut eingelebt. Die letzten Prozente müssen sie sich in der Meisterschaft erarbeiten."

Wie beurteilen Sie den VfR Aalen?

Rehm: "Eine interessante Mannschaft mit neuem Trainer.  Argirios Giannikis hatte sich bei Rot-Weiss Essen gut gezeigt und will jetzt in der 3. Liga Fuß fassen. Die Mannschaft des VfR hat sich zwar auf einigen Positionen verändert. Mit Spielern wie Sascha Traut, Matthias Morys und Torhüter Daniel Bernhardt steht aber ein Gerüst."

Worauf kommt es zum Saisonstart an?

Rehm: "Es gilt, die richtige Mischung aus Anspannung und Lockerheit zu finden. Wir wollen unser Spiel durchdrücken und dabei in der Offensive an die letzte Saison anknüpfen. Wir haben uns fast immer viele Chancen erspielt und daraus auch Tore erzielt. Außerdem wollen wir hinten wieder kompakter stehen. In der Rückrunde war uns das nicht immer gelungen."

Nicht wenige Trainer trauen Ihrer Mannschaft den Aufstieg zu. Wie sehen Sie das?

Rehm: "Das hat für mich keine große Bedeutung. Die Liga ist diesmal eine besonders große Wundertüte. Wir müssen erst einmal schauen, wie sich alles positioniert." (MSPW)


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