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SGS-Coach Sascha Hildmann im Gastinterview

Sascha Hildmann ist seit dieser Saison Trainer in Großaspach (Foto: Eibner)

Seit 2014 geht unser kommender Gegner SG Sonnenhof Großaspach in der 3. Liga an den Start. Lediglich in der Debütsaison hatte der selbsternannte "Dorfklub" zwischenzeitlich etwas mit dem Abstiegskampf zu tun. In der Endabrechnung stand der 15. Tabellenplatz zu Buche. Mit Position sieben und zehn beendete der Verein die weiteren Spielzeiten in der oberen Tabellenhälfte. Und auch unter ihrem neuen Trainer Sascha Hildmann ist die SG Sonnenhof Großaspach auf bestem Wege, einen Platz unter den zehn besten Teams der Liga zu belegen. Wir sprachen mit Sascha Hildmann, der seit Saisonbeginn in Großaspach tätig ist.

Herr Hildmann, Ihre Mannschaft tritt mit einem 1:1 gegen den Spitzenreiter SC Paderborn 07 im Rücken in Aalen an. Entsprechend groß ist das Selbstvertrauen, oder?

Hildmann: "Wir wollen immer mit Selbstvertrauen in unsere Spiele gehen. Mit einer Leistung wie gegen Paderborn ist das natürlich einfacher. Die Mannschaft hat sehr viel Leidenschaft an den Tag gelegt und mutig nach vorne gespielt. Nach dem Rückstand wollten wir noch unbedingt den Ausgleich machen. Hätte das Spiel noch ein paar Minuten länger gedauert, dann wären wir vielleicht sogar noch als Sieger vom Platz gegangen."

In der Tabelle steht die SG Sonnenhof mit 32 Punkten aus 22 Partien auf dem neunten Rang. Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf?

Hildmann: "Sehr zufrieden. Wir hatten im Sommer mit zwölf Zu- und zwölf Abgängen einen großen Umbruch im Kader, zusätzlich kam ich als neuer Trainer zum Verein. Hätte uns jemand die momentane Tabellensituation im Sommer angeboten, hätten wir sie sofort unterschrieben."

In der letzten Saison hatten Sie noch die U16 des 1. FSV Mainz 05 betreut. Wo liegen die größten Unterschiede zur Arbeit als Nachwuchstrainer?

Hildmann: "Die Trainingsarbeit ist eine andere. Im Juniorenbereich steht die Entwicklung der einzelnen Spieler im Vordergrund. In der sehr ausgeglichenen 3. Liga müssen jede Woche Ergebnisse geliefert werden und die Mannschaft insgesamt vorangebracht werden. Außerdem unterscheidet sich die Gesprächsführung mit einem Profi von der mit den Junioren. Die soziale Kompetenz ist mehr gefordert."

Welche Ziele hat die SG Sonnenhof Großaspach für die weitere Saison?

Hildmann: "Wir wollen jedes Spiel gewinnen und so früh wie möglich den Klassenverbleib perfekt machen. Dabei wollen wir die Spieler besser machen. Außerdem sind wir noch im Landespokal vertreten und wollen dort erfolgreich sein."

In welchen Bereichen muss sich die Mannschaft noch verbessern?

Hildmann: "Grundsätzlich sehe ich als Trainer überall Steigerungspotenzial. So wollen wir mehr zu Torabschlüssen kommen. Was wir unbedingt abstellen wollen ist, dass wir bei sechs unserer acht Niederlagen mindestens drei Gegentore kassiert haben. Da gilt es, stabiler zu werden."

Der VfR Aalen liegt nur einen Punkt hinter Großaspach. Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Hildmann: "Ich habe großen Respekt vor der Saisonleistung des VfR. Mein Kollege Peter Vollmann leistet sehr gute Arbeit. Die Aalener verfügen vor allem über ein ausgezeichnetes Umschaltspiel. Wir dürfen also keine Räume anbieten. Mit Matthias Morys hat Aalen einen Offensivspieler, der in fast jeder Situation ein Tor machen kann. Außerdem ist der VfR äußerst heimstark."

Welche Erinnerungen haben Sie an das 0:0 im Hinspiel?

Hildmann: "Aus Trainersicht war es ein sehr interessantes Spiel. Beide Mannschaften haben sich taktisch sehr gut verhalten. Für die Zuschauer war es weniger toll, weil es so nur wenige Großchancen gab. Ein Tor war dennoch zu jedem Zeitpunkt möglich."

Wer steht Ihnen personell in Aalen nicht zur Verfügung?

Hildmann: "Da wären in erster Linie unsere Langzeitverletzten. Angreifer Alexander Aschauer fehlt wegen eines Mittelfußbruches, Außenverteidiger Felice Vecchione arbeitet nach seinem Kreuzbandriss an seinem Comeback. Lukas Hoffmann fällt mit einem Bänderriss aus, Michael Vitzthum hat eine gebrochene Rippe. Bei Sebastian Schiek müssen wir schauen, wie weit er nach seiner Muskelverletzung ist. Immerhin hat Yannick Thermann seine Gelbsperre abgesessen und steht uns wieder zur Verfügung." (MSPW)


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