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Namen und Notizen aus der 3. Liga

Unser Querschnitt durch die 3. Liga gibt Auskunft, was bei der VfR-Konkurrenz gerade so los ist.

Karlsruher SC: Der Aufstiegsanwärter Karlsruher SC kann am Samstag, 14 Uhr, im Heimspiel gegen Preußen Münster einen neuen Drittligarekord aufstellen. Der KSC ist nach dem 0:0 bei den Würzburger Kickers seit 20 Spielen ohne Niederlage und hat damit die selbst aufgestellte Bestmarke aus der Spielzeit 2012/2013 eingestellt. Damals stieg der ehemalige Bundesligist am Saisonende als Tabellenführer in die 2. Bundesliga auf. Der Karlsruher SC ist vor dem Duell mit dem SC Preußen die einzige Mannschaft, die in dieser Saison noch keine Niederlage vor heimischem Publikum hinnehmen musste. 39 Punkte aus 15 Spielen bedeuten in der Heimtabelle den ersten Platz vor dem 1. FC Magdeburg (38 Zähler).

SC Preußen Münster: Mittelfeldspieler Benjamin Schwarz vom SC Preußen Münster stand jetzt erstmals seit knapp einem Jahr wieder bei einem Ligaspiel im Aufgebot. Beim 2:0 gegen den Aufsteiger SpVgg Unterhaching nahm der 31-Jährige nach überstandener Knieverletzung auf der Bank Platz, kam aber noch nicht zum Einsatz. "Um Benny bringen zu können, hätten wir taktisch zu viel umstellen müssen", begründete SCP-Trainer Marco Antwerpen: "Er wird aber ganz sicher schon bald zum Einsatz kommen." Folgen hatte die Partie gegen Unterhaching für Preußen-Stürmer Adriano Grimaldi (neun Saisontreffer). Der Kapitän handelte sich die fünfte Gelbe Karte ein und fehlt damit am Samstag, 14 Uhr, im Spiel beim Aufstiegsanwärter Karlsruher SC.

Hallescher FC: Dem Halleschen FC stehen momentan gleich mehrere Spieler nicht zur Verfügung. Neben Erik Zenga (Grippe) und Hilal El-Helwe (bei der libanesischen Nationalmannschaft) sind auch Benjamin Pintol (Fußverletzung), Justin Neumann (Leisten-OP), Fabian Franke (Sprunggelenkverletzung), Martin Röser (Schulterverletzung) und Petar Sliskovic (Knie-OP) nicht einsatzfähig. Gute Nachrichten gibt es dagegen von Mannschaftskapitän Klaus Gjasula und Innenverteidiger Stefan Kleineheismann. Beide Leistungsträger haben im Spiel bei der SG Sonnenhof Großaspach (3:0) ihre Gelbsperren abgesessen. Sie können am Sonntag (ab 14 Uhr) im Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt wieder eingesetzt werden.

FSV Zwickau: Der FSV Zwickau treibt seine Kaderplanung für die kommende Spielzeit weiter voran. Jetzt verlängerte auch Mike Könnecke seinen im Sommer auslaufenden Vertrag um drei Jahre (bis zum 30. Juni 2021). Der 29-Jährige war 2016 vom heutigen Zweitligisten FC Erzgebirge Aue nach Zwickau gewechselt. In 63 Begegnungen für die Westsachsen markierte der offensive Mittelfeldspieler zwei Tore und bereitete 15 Treffer vor. "Ich bin froh, auch weiterhin für den FSV Zwickau Fußball spielen zu können. Die Entscheidung macht mich glücklich. Ich freue mich auf die weitere Zeit beim FSV", so Könnecke.

1. FC Magdeburg: Dennis Erdmann steht beim 1. FC Magdeburg kurz vor der Vertragsverlängerung. Dem 27-Jährigen fehlt noch ein Einsatz bis der Kontrakt automatisch verlängert wird. Im Sommer war der Mittelfeldspieler vom Ligakonkurrenten Hansa Rostock nach Magdeburg gewechselt, wo er einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben hatte. Für die Mannschaft von FCM-Trainer Jens Härtel kam Erdmann bislang in 21 Ligaspielen zum Einsatz. Dabei stand er 16 Mal in der Startelf und erzielte einen Treffer.

SG Sonnenhof Großaspach: Die SG Sonnenhof Großaspach muss in den kommenden Spielen ohne Joseph-Claude Gyau auskommen. Der amerikanische Offensivspieler hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen. Der 25-Jährige wird voraussichtlich vier bis sechs Wochen ausfallen. Mit fünf Toren und vier Vorlagen in 28 Einsätzen gehört Gyau zu den Leistungsträgern der Mannschaft von SG-Trainer Sascha Hildmann. Neben Gyau stehen Großaspach auch Außenverteidiger Felice Vecchione (Reha nach Kreuzbandriss) sowie die Angreifer Alexander Aschauer (Mittelfußbruch) und Saliou Sané (Außenmeniskusriss) nicht zur Verfügung.

F.C. Hansa Rostock: Der FC Hansa Rostock stellt sich zur kommenden Saison im Nachwuchsbereich neu auf. Stefan Karow, seit 2014 als Torwarttrainer der Profimannschaft tätig sowie für die Ausbildung aller Nachwuchs-Torhüter der Rostocker verantwortlich, wird ab Sommer die Leitung der Nachwuchsakademie des ehemaligen Bundesligisten übernehmen. Der 43-Jährige folgt auf Henryk Pyritz, Chef-Trainer des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ), sowie NLZ-Leiter und U19-Trainer Paul Kuring, die den Verein verlassen werden. "Auch wenn mir die Arbeit als Torwarttrainer sehr viel bedeutet und ein für mich wichtiger Lebensabschnitt zu Ende gehen wird, freue ich mich auf diese neue große Herausforderung und über das Vertrauen, das in mich gesetzt wird. Mir ist bewusst, dass mir mit der Leitung des NLZ eine sehr anspruchsvolle Aufgabe übertragen wurde. Der Verein und vor allem der Nachwuchs liegen mir aber sehr am Herzen und ich glaube, dass hier noch sehr viel Potential steckt", so Stefan Karow. Wer künftig das Torwarttraining der Profis leiten und den Trainerposten der U19 innehaben wird, steht noch nicht fest.

FSV Zwickau: Der FSV Zwickau holt das Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund am Montag, 14. Mai, (ab 19 Uhr) nach. Damit findet die Begegnung zwei Tage nach dem 38. und letzten Spieltag in der 3. Liga statt, an dem die Zwickauer beim Halleschen FC antreten müssen. Das Testspiel gegen die Dortmunder sollte ursprünglich schon Ende August 2017 über die Bühne gehen. Der BVB musste aber wegen Personalproblemen kurzfristig absagen. Zum damaligen Zeitpunkt war das Zwickauer Stadion mit rund 10.000 Zuschauern ausverkauft. Nun kommen rund 500 "Rückläufer-Tickets" in den freien Verkauf.

Rot-Weiß Erfurt: Der Tabellenletzte Rot-Weiß Erfurt hat einen ersten Schritt in Richtung Sanierung gemacht. Mit der Eröffnung eines "klassischen" Insolvenzverfahrens (statt eines zunächst vorgesehenen Verfahrens in Eigenverwaltung) soll der Traditionsverein, der Verbindlichkeiten in Höhe von rund acht Millionen Euro hat, wieder in die richtige Bahn geführt werden und zum Abschluss möglichst schuldenfrei sein. Ab sofort wird der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Reinhardt gemeinsam mit dem RWE-Präsidium um Frank Nowag und dem Gläubigerausschuss, dem unter anderem auch Cheftrainer Stefan Emmerling angehört, die Geschäfte des Vereins führen. "So sind wir optimal aufgestellt, um die Sanierung zu beginnen. Ziel ist es dabei, mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um eine gute Lösung für den Verein und für die Gläubiger zu erreichen. Wir wollen Rot-Weiß Erfurt wirtschaftlich wieder auf solide Füße stellen und sportlich in der nächsten Saison einen erfolgreichen Neustart in der 4. Liga hinlegen", kündigt der Insolvenzverwalter an. Dabei hofft Volker Reinhardt auf die Unterstützung durch das gesamte Umfeld des Klubs. "Ohne die finanzielle Unterstützung der Sponsoren wird es schwierig", weiß Reinhardt und fährt fort: "Ich rechne auch mit der tatkräftigen Unterstützung der Fans."

SpVgg Unterhaching: In Sachen Vorlagen macht Sascha Bigalke von der SpVgg Unterhaching niemand etwas vor. Der 28-jährige Offensivspieler des Aufsteigers legte beim 3:2-Derbysieg gegen die Würzburger Kickers seine Saisontore 13 und 14 auf. Damit führt er die Liste der besten Vorbereiter vor Dennis Srbeny an. Stürmer Srbeny hatte bis zur Winterpause für den Aufstiegsanwärter SC Paderborn 07 bei nur 15 Einsätzen neun Tore erzielt und elf Treffer aufgelegt. Seit dem Winter spielt er für den englischen Zweitligisten Norwich City. Bigalke benötigte für seine 14 Vorlagen 31 Partien. (MSPW)


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