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Mutiger Auftritt beim Primus gefragt

Maximilian Welzmüller und der VfR messen sich am Samstag mit dem Ligaprimus SC Paderborn.

Eine ganz harte Nuss hat der VfR Aalen am Samstag zu knacken, wenn die Vollmann-Elf beim bislang souveränen Spitzenreiter SC Paderborn 07 gastiert. Anstoß in der Benteler-Arena ist um 14 Uhr.

31 Punkte, im Schnitt 2,75 erzielte Treffer pro Partie und vor heimischer Kulisse eine blütenweiße Weste - es sind beeindruckende Werte, mit denen Aalens Gegner aufwarten kann. Dabei wäre das Paderborner Fußballmärchen, welches den SCP bis in die Bundesliga führte, vor der Saison beinahe in einem Alptraum geendet. Sportlich abgestiegen blieb die Mannschaft von Cheftrainer Steffen Baumgart nur durch die Lizenzverweigerung für den TSV 1860 München in der 3. Liga. Alles auf Anfang - dies war die Devise der Paderborner, deren Kader vor Saisonbeginn runderneuert wurde. 12 Abgängen standen 15 neue Akteure gegenüber. Die Blutauffrischung fruchtete, die Handschrift von Steffen Baumgart ist deutlich zu erkennen. "Natürlich ist die Faktenlage eindeutig, dennoch fahren wir nicht mutlos nach Paderborn und werden dort sicherlich nichts freiwillig hergeben", betont Aalens Coach Peter Vollmann. 

Nun könnten die Paderborner dem SV Darmstadt 98 nachfolgen, der 2013 ebenfalls am "grünen Tisch" in der 3. Liga blieb und im Jahr darauf direkt den Sprung in die 2. Bundesliga schaffte. Davon sind die Ostwestfalen freilich zwar noch weit entfernt, der bärenstarke Auftakt des SCP aber ist beeindruckend. Zuletzt bekam die Reserve des SV Werder Bremen die Form der Baumgart-Elf deutlich zu spüren, kassierte in der Benteler-Arena eine 1:7-Klatsche. Vollmann: "Für uns wird ganz wichtig sein, defensiv kompakt zu stehen, uns aber auch eigene Spielanteile zu erarbeiten. Diese müssen für den Gegner dann besonders gefährlich sein. Paderborn ist eine Mannschaft, die bis zur 90. Minute 101 Prozent auf den Platz bringt. Heißt für uns: Wir müssen 102 Prozent liefern, körperlich voll dagegen halten und die Zweikämpfe annehmen." 

Seiner Mannschaft attestiert der VfR-Coach eine gute Trainingsarbeit. Auch Cagatay Kader habe den nächsten Schritt gemacht. "Seine Trainingsleistung ist nun so, wie wir sie uns von Anfang an gewünscht haben. Das positive Erlebnis mit dem Elfmetertor zum Ausgleich hat seinem Selbstvertrauen sicher gut getan." Lob gab es auch für Luca Schnellbacher. "Er zeigt einen sehr großen Einsatz, wirft sich in die Zweikämpfe. Man merkt, dass er unbedingt in die Mannschaft will. Wir brauchen in Paderborn ein Team, das bissig und griffig ist. Da hat sich Luca in den Einheiten und bei seinen Einsätzen hervorgetan." 

Daniel Stanese hat sich im Training unter der Woche eine Zerrung zugezogen und droht neben Robert Müller am Wochenende auszufallen. 

Die Partie ist ab 13.45 Uhr live und in voller Länge bei Telekom Sport zu sehen, der VfR-Liveticker berichtet ab 13.30 Uhr aus der Benteler-Arena.

Die Pressekonferenz mit Peter Vollmann


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