Saller

Aus 0:2 mach 2:2

Ein tolles Comeback feierte der VfR in Kiel: Im zweiten Durchgang machten Maximilian Welzmüller und Matthias Morys aus einem 0:2 ein 2:2.

Dank einer hervorragenden Moral und einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang machte der VfR Aalen bei Holstein Kiel aus einem 0:2-Rückstand zur Pause noch ein 2:2-Remis.

Auf Aalener Seite fehlte erwartungsgemäß der verletzte Gerrit Wegkamp, Mika Ojala musste aus privaten Gründen passen. Philipp Hercher und Alexandros Kartalis rutschten nach ihrer guten Leistung in der zweiten Hälfte gegen Wehen Wiesbaden in die Startformation.

Bitterer hätte der Auftakt für die Gäste nicht aussehen können. In der fünften Minute erlief Matthias Fetsch einen zu kurzen Rückpass. Daniel Bernhardt musste alles riskieren und rettete bravourös, doch der Ball kam erneut nach rechts in den Strafraum, wo ihn Janzer per Seitfallzieher artistisch in die Maschen hämmerte. Es war der Start zu einem starken Auftritt der Anfang-Elf, die dem VfR stets einen Schritt voraus war und vor allem auch in Sachen Passspiel sehenswerte Akzente setzte. In der 30. Minute legte Holstein dann noch einen obendrauf. Robert Müller vertändelte in der eigenen Hälfte leichtfertig das Leder, Lewerenz machte sich auf und davon und schob zum 2:0 ein - die Partie war bereits nach einer halben Stunde vorentschieden.

Auf der Gegenseite war es Matthias Morys, der in der 42. Minute von der Strafraumgrenze abzog und Kronholm zu einer starken Parade forderte.

Der VfR kam besser aus der Kabine, musste nun alles auf eine Karte setzen und agierte fortan im 4-4-2-System. In der 49. Minute waren die Schwarz-Weißen ganz nah dran am Anschlusstreffer, doch der abgefälschte Welzmüller-Freistoß wurde von Kronholm mit den Fingerspitzen über die Latte gelenkt. Der Kieler Torhüter war es auch, der in der 67. Minute einen Kopfball von Martin Toshev aus kurzer Distanz noch mit einem unglaublichen Reflex von der Linie kratzte. Machtlos war er dann allerdings beim genau gezirkelten Freistoß von Maximilian Welzmüller, der für die Aalener zum 1:2 verkürzte (69.). Jetzt war richtig Pfeffer in der Partie, der VfR drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen. Zuvor allerdings hatte Dominick Drexler die Riesenchance, den Sack für Holstein endgültig zuzumachen. Statt selbst den Abschluss zu suchen, legte der den Ball quer und vergab damit den Sieg für die Platzherren. Dies sollte sich rächen: Elf Minuten vor dem Ende fiel ein abgefälschter Schuss von Sebastian Vasiliadis direkt vor die Füße von Matthias Morys, der zum 2:2-Endstand einschob.

Holstein Kiel: Kronholm - Herrmann, Schmidt, Czichos, Lenz, Peitz (46. Siedschlag), Lewerenz, Bieler, Drexler, Janzer (63. Dürholtz), Fetsch (88. Azemi).

VfR Aalen: Bernhardt - Traut, Müller, Geyer, Schulz, Welzmüller, Preißinger (74. Deichmann), Hercher (46. Vasiliadis), Kartalis (85. Stanese), Morys, Toshev.

Tore: 1:0 Janzer (5.), 2:0 Lewerenz (30.), 2:1 Welzmüller (69.), 2:2 Morys (79.)

Gelbe Karten: Peitz, Janzer, Siedschlag - Preißinger, Hercher, Traut.

Schiedsrichter: Fritsch (Bruchsal).

Zuschauer: 4413

Die Stimmen zum Spiel


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